Tränenbrot
Tränen, Tränenbrot, weinen. Tränen, Tränenbrot, weinen kommen her von einer Bewegung des Herzens, der Freude, wie bei Jakob, 1 Mo. 29,11; 33,4, und Joseph, 43,30; 45,2; 46,29, meist aber des Schmerzes bei schwerem Verlust, 1 Mo. 27,38; 1 Sa. 30,4; Joh. 20,11. 13. 15; Hbr. 12,17, in Krankheit, 2 Kö. 13,14; 20,3; Hi. 2,12; Mk. 9,24, bei Trennung und Abschied, Ru. 1,9; Apg. 20,37. 38; 21,13, beim Sterben, 1 Mo. 21,16; 50,1; 5 Mo. 34,8; 2 Sa. 1,12; 3,32; 19,1; Sir. 38,17; Mk. 5,39; 16,10; Luk. 8,52; Joh. 11,31. 33; Apg. 9,39 (zum Auffangen der Tränen, Tränenbrot, weinen bei Begräbnissen gab es besondere Fläschchen, vgl. u. Ps. 56,9); im Elend des Verlassenseins von Gott oder Menschen, 2 Mo. 2,6; 2 Sa. 15,30; Hi. 16,20 u. oft, in Schmach und Hohn, 1 Sa. 1,7. 8; Jes. 33,7, in Mitgefühl, 1 Sa. 20,41; 2 Sa. 19,1; Jer. 9,1. 17; 14,17 usw., und in liebender Hingabe, Apg. 20,19. 31; 2 Kor. 2,4, in Seelen- und Sündennot, 1 Sa. 24,17; Jer. 13,17; Mt. 26,75; Luk. 7,38. 44; 23,28. Da mag wohl die Speise ein „Tränenbrot“, das heißt nicht nur ein mit Tränen, Tränenbrot, weinen benetztes Brot werden, sondern aus Tränen, Tränenbrot, weinen statt des Brotes bestehen, Ps. 42,4; 69,11; 80,6; 102,10, und das Lager wird zu einem Tränen, Tränenbrot, weinenlager, Ps. 6,7. Die Tränen, Tränenbrot, weinen der Menschen sind berechtigt. Auch von Jesus kommen Beispiele von Tränen, Tränenbrot, weinen: Joh. 11,35. 36; Luk. 19,41. 42; Hbr. 5,7. Ja das W. ist für den Menschen notwendig und gut. Es beugt das Herz zur Buße, Joel 2,12; Jak. 4,9, und wendet es zu Gott, Hi. 16,20; Ps. 39,13; 56,9; Tob. 7,13. Solche Tränen, Tränenbrot, weinen sind nicht umsonst, der Herr sieht sie und hört das W., 2 Kö. 20,5; Jes. 38,5; Ps. 6,9; Sir. 35,18. 19, gibt den Weinenden tröstliche Verheißungen und Zuspruch in seinem Wort, Ps. 30,6; 126,5. 6; Jer. 31,16; Luk. 6,21; 7,13; 8,52; Offb. 5,5, während den Leichtsinnigen das W. drüben angedroht wird, Luk. 6,25; Jak. 5,1, und nimmt am Ende alle Tränen, Tränenbrot, weinen weg, Jes. 15,8; Offb. 7,17; 21,4.