Trachonitis
Trachonitis, eine Landschaft im nördlichen Ostjordanland, die nach Luk. 3,1 Philippus, der Sohn Herodes des Großen als Tetrarch nebst Ituräa bekam. Da nach Josephus Philippus Außer Trachonitis noch Batanäa, Auranitis, Gaulonitis, Panias erhielt, versteht Lukas offenbar fast das ganze alte Basan zwischen Antilibanus, oberem Jordan u. Haurangebirge darunter. Genauer bezeichnet der Name „Trachon“ oder „die Trachonitis“, der eine rauhe, felsige Gegend bezeichnet, die jetzige Landschaft el Ledscha, nordwestlich und nördlich vom Haurangebirge, ein zerrissenes, schluchtenreithes, mit vielen Steinhaufen bedecktes Lavaplateau, etwa 45 km lang, 32 km breit. Dieses Gebiet ist im allgemeinen weniger fruchtbar als die Hauranebene, doch hat es nicht nur Außerhalb des äußeren erhöhten Randes der Lavafläche ergiebige Strecken mit blühenden Städten und Dörfern, sondern auch im Innern wegen der stärkeren Zersetzung der Lava viele kulturfähige Stellen. Wegen seiner Unzugänglichkeit war es von einer wilden, räuberischen Bevölkerung bewohnt. Noch im 19. Jahrh. hat der Kampf mit den Drusen der Ledscha (= Schlupfwinkel) der Türkei 1838 und 1850 schwere Verluste zugezogen.