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Thogarma

Thogarma, nach 1 Mo. 10,3 = 1 Chr. 1,6 (Völkertafel) von Gomer (s. d.) und damit von Japhet abgeleitet, begegnet außerdem noch unter der Bezeichnung Beth-Th. (Haus Th.s, was auf Herleitung von einem Stammheros hindeutet) Hes. 27,14, wonach von dort Rosse, Gespannpferde und Maultiere auf die Märkte von Thrus gebracht werden, und 38,6, wo Bet-Th. zugleich mit Gomer in Gefolge des Gog erscheint. Es sind damit offenbar die von Thrakien (genauer von Paeonien) eingewanderten indogermanischen Armenier in ihren älteren südwestlich vom Kaukasus gelegenen Sitzen gemeint; sie leiten sich selbst von Haik (das heißt Pai-k. vgl. Paionia), dem Sohn Torgoms, ab. Eine alte Variante von Th. ist Torgama (wie auch die Sept. bietet); die Assyrer machten daraus durch Volksetymologie (vgl. dazu d. Art. Thel) Til-garimmu, eine an der Grenze von Thubal gelegene, von Sargon und Senacherib erwähnte Festung Melitenes, des Gebietes des heutigen Malatîja am oberen Euphrat, östlich von Kappadocien. Die nächsten Verwandten dieser Torgom-Söhne waren nach 1 Mo. 10,3 Askenas (Phryger) und Riphat (Paphlagonier?), s. d., was durch die alte Überlieferung, wonach auch die Phryger erst aus Europa eingewandert waren, bestätigt wird.
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