Teurung
Teurung, in Kanaan nicht selten infolge von Regenmangel und Mißwachs, worunter Menschen und Vieh, selbst das Wild, (1 Kö. 18,2; Jer. 14,5 f.; Joel 1,18-20) litten. Besonders schwere Teurung zur Zeit Abrahams (1 Mo. 12,10), Isaaks (1 Mo. 26,1), Jakobs (1 Mo. 41,57; 42,1 ff.; 43,1), der Richter (Ru. 1,1), Davids (2 Sa. 21,1), Elias (1 Kö. 18,2, vgl. Luk. 4,25), Elisas (2 Kö. 4,38; 7,4), Joels (1 u. 2), Jeremias (Kap. 14), Haggais (1,6; 2,17 ff.), Nehemias (5,1 ff.). Aber auch Ägypten, die Kornkammer des Morgenlandes, wurde von Teurung heimgesucht (1 Mo. 41,54 ff.; 47,13-26). Die von Agabus geweissagte Teurung (Apg. 11,28) traf Judäa (bes. Jerusalem) und die Nachbarländer im Jahr 44; damals kostete nach Josephus 1 Assaron (= 4 Liter) Weizen 4 Drachmen (3 M. 13 Ps.). Von noch größerer Not ist 2 Kö. 6,25 ff. bei der Belagerung Samarias erzählt. Hunger und Teurung gehören zu den göttl. Strafen, welche die Propheten neben Schwert und Pestilenz häufig drohen (zum Beispiel Jer. 24,10; 27,8. 13; 29,17 f.; Hes. 14,21 u. a., vgl. auch Mt. 24,7; Offb. 6,5 f.).