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Teil

Teil bedeutet nicht nur das einzelne Bruchstück, das bei der Teilung eines Ganzen irgend welcher Art sich ergibt (Ps. 136,13; 1 Kön. 3,25), bes. auch wenn die Teilung durch Rechnung vorgenommen wird (Offb. 8,7 ff.; 11,13), — sondern auch den Anteil, der einem einzelnen zufällt, wenn die gemachten Teil ausgeteilt werden an verschiedene (Jos. 11,23); ja es kann sogar der Gedanke, daß andere einen anderen Teil erhalten, ganz zurücktreten, und Teil zuletzt ganz gleichbedeutend sein mit „Besitz“, „Eigentum“. Diese beiden Wendungen treten deutlich hervor, wenn
1) Gott vom Stamm Levi sagt: du sollst in ihrem Lande nichts besitzen, auch kein Teil unter ihnen haben; denn ich bin dein Teil und dein Erbgut (4 Mo. 18,20, vgl. 5 Mo. 10,9; Jos. 13,33);
2) der Fromme überhaupt sagt: der Herr ist mein Teil, Ps. 16,5; 73,26; Klgl. 3,24, das heißt das was ihr höchstes Gut ausmacht, in dessen Besitz sie sich leicht über das Vermissen anderer Güter hinwegsetzen.
— Luk. 10,42, Maria hat das gute Teil erwählet: sie hat — dies ist der nächstliegende Sinn — durch das Ruhen zu Jesu Füssen das Bessere erwählt gegenüber der unruhigen Tätigkeit Marthas; aber darin liegt noch das Weitere: sie hat mit ihrer stillen Hingebung den Anteil an Jesu Liebe und am Reich Gottes sich zu eigen gemacht; denn das ist für jeden das Eine Notwendige und Höchste.
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