Taube
Taube. Die Taube war in Palästina außerordentlich verbreitet, zum Teil die Fleischspeise der Armen, daher den Armen das Opfern derselben erlaubt war statt eines größeren Opfertieres, 3 Mo. 5,7; 12,8. (Ausserdem war das Opfer von Taube vorgeschrieben in gewissen Fällen, 3 Mo. 15,14. 29; 4 Mo. 6,10). Unter den verschiedenen Arten von Taube ist die Felsentaube Jer. 48,28; Hohel. 2,14 genannt, die Turteltaube, Jer. 8,7; Hohel. 2,12 (). Taubenschläge (Luther: Fenster) sind erwähnt Jes. 60,8. Die Taube Bild der Schnelligkeit, Jes. 60,8; Ps. 55,7; des furchtsamen Wesens, Hos. 11,11, das sich nicht zu helfen weiss, Hos. 7,11; besonders wird ihre Unschuld und Sanftmut bei Vergleichungen benützt, Mt. 10,16. „Meine Taube“ ist liebkosende Benennung der Geliebten, Hohel. 2,14; 5,2; 6,8, deren Augen sind wie Taubenaugen, das heißt so hell, arglos und zutraulich, Hohel. 1,15; 4,1; den schimmernden Glanz des Taubengefieders vergleicht Ps. 68,14 mit Gold- u. Silberglanz. Mit dem Girren der Taube wird schmerzl. Klagegeschrei verglichen, Jes. 38,14; 59,11; Hes. 7,16. Endlich ist die Taube Sinnbild des h. Geistes, der Mt. 3,16; Mk. 1,10; Luk. 3,22 herabkommt auf Christus, wie denn zum Beispiel die assyrisch-babylonische Religion eine ähnliche Symbolik kennt.