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Taub

Taub heißt der Gehörlose, 2 Mo. 4,11; Ps. 38,14. Mit der angeborenen Taubheit verbindet sich das Unvermögen zu sprechen, Mk. 9,17. 21. 25. Im Alten Bunde werden die Tauben unter den besonderen Schutz des Gesetzes gestellt, 3 Mo. 19,14, zur Zeit der Offenbarung des Knechtes Gottes werden die „Tauben“ hören, Jes. 42,18. 19; 43,8, vgl. 29,18, das heißt die geistliche Taubheit = Unempfänglichkeit des Volkes Israel wird hinweggenommen werden, aber auch das leibliche Übel wird aufhören, Jes. 35,5. Jesu Worte haben ihre Kraft, die Ohren zu öffnen, an den „tauben“ Heiden erprobt und die leibl. Tauben macht er hören, Mk. 7,32. 37. Darauf wurde der Täufer Johannes zur Stärkung seines Glaubens hingewiesen, Mt. 11,5; Luk. 7,22. Nach Mk. 9,25 war die Taubheit bisweilen Folge dämonischer Einflüsse. Eine „taube Otter“, Ps. 58,5, nach der Ausdrucksweise der Schlangenbeschwörer eine Schlange, die sich nicht durch Zaubersprüche zähmen läßt.
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