tanzen
Tanz, tanzen. Der Tanz wurde in der Regel von den Tanzenden selber mit Musik, auch mit Gesang begleitet, Ri. 11,34; 1 Sa. 18,6 f.; Ps. 87,7; 149,3; 150,4. Nie tanzten die Geschlechter in gemischten Paaren, sondern Männer und Weiber je für sich einzeln oder im Reigen (s. ). Daß diese an sich naturwüchsige Art der Freudenbezeigung auch bei den Israeliten beliebt und gewöhnlich war, zeigt schon Mt. 11,17. Erwähnt wird der Tanz, tanzen besonders bei Familienfesten, Luk. 15,25, bei der Weinlese, Ri. 9,27, bei Siegesfeiern, 2 Mo. 15,20; Ri. 11,34; 1 Sa. 18,6, auch bei religiösen Feiern und zwar nicht nur bei abgöttischen, 2 Mo. 32,6, sondern auch bei Festen des Herrn, Ri. 21,19 ff.; Jer. 31,12 f.; 2 Sa. 6,14 ff. In letzterer Stelle wird Michals Spott über Davids Tanz, tanzen ausdrücklich zurückgewiesen, denn dieser Spott ging nur aus Stolz hervor, nicht etwa aus Verständnis für den Unterschied weltlicher und religiöser Freudenbezeigung, ein Verständnis, das man außerhalb des Christentums überhaupt nicht suchen darf. Wenn die Tochter der Herodias Mt. 14,6 bei einem Gastmahle vor Männern einen wahrscheinlich unzüchtigen Tanz, tanzen aufführt, so ist dies an den Hof eingedrungene griechischrömische Sittenlosigkeit.