Tal
Tal. Palästina hat eine große Zahl Täler, teils mit, teils ohne Gewässer. Die hebräische Sprache hat verschiedene Ausdrücke für Täler; die hauptsächlichsten sind:
1) gai (allgemeinster Ausdruck), eigentl. „Niederung“, Tal im Gegensatz zum Berg, zum Beispiel Tal bei Ai (Jos. 8,11), Tal Hinnom bei Jerusalem (s. d. Art.). —
2) nachal, Tal mit einem Bach, sei es ein perennierender oder ein Winterregenbach, bezeichnet auch den Bach selbst, zum Beispiel Tal Sittim (Joel 4,18), von Luther meist mit „Bach“ übersetzt, zum Beispiel Bach Sered (5 Mo. 2,13), Bach Sorek (Ri. 16,4), Bach Eskol (4 Mo. 13,24. 25), Bach Besor (1 Sa. 30,9). —
3) emek eigentlich „Vertiefung“ tieses Tal, Luther: Tal oder Grund, zum Beispiel Tal Ajalon (Jos. 10,12). Lobetal (2 Chr. 20,26), Tal Gibeon (Jes. 28,21), Königstal (1 Mo. 14,17; 2 Sa. 18,18), Tal Achor (Jos. 7,26; 15,7); Eichgrund (1 Sa. 17,2). —
4) bik’ah eigentlich „Spalte“ weite breite Talebene, zum Beispiel Tal Dura in der Landschaft Babel (Dan. 3,1), sonst von Luther übersetzt „Breite“, vgl. 5 Mo. 34,3 (Jordantal bei Jericho), und Jos. 11,17; 12,7 (Tal des Libanon in der Nähe der Jordanquellen), „eben Land“ (in Sinear, 1 Mo. 11,2), „Feld“ (Hes. 37,1), oder „Fläche“ (Tal Ono an der Westseite des jüd. Hochlandes, Neh. 6,2).