Tagewähler
Tagewähler, hebr. onen, 5 Mo. 18,10. 14; Jes. 2,6; 57,3; Jer. 27,9, als Zeitwort „Tage wählen“, 3 Mo. 19,26; 2 Chr. 33,6, eine Form heidnischer Wahrsagerei oder Zauberei, die dem Volk Gottes streng verboten war. Luther dachte an Unterscheiden zwischen Glücks- und Unglückstagen. Neuere erklären das zugrundliegende Zeitwort „beäugen“ = durch bösen Blick behexen oder „sich mit den Wolken zu tun machen“, Wahrsagung nach dem Wolkenzug, oder Wolken- und Wettermachen. Jes. 57,3 heißt Juda „Tagwählerin“, weil es sich an heidnisches Wesen weggeworfen hatte.