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Syene

Syene ist Hes. 29,10; 30,6 als südliche Grenzstadt Ägyptens genannt. Der Name lautet hebräisch Seweneh, ägyptisch Sunt, jetzt Assuan.
Zu allen Zeiten bis auf die Gegenwart war Syene als Grenzstadt wichtig. Es liegt am Ende der Nilkatarakte „im Schutze des letzten Granitblockes“, schon in den alten Inschriften als „erste der Städte der Welt“ bezeichnet. Im Nil liegt dabei die Insel Elephantine, von Palmen und Sykomoren beschattet u. mit mächtigen Tempelruinen geschmückt. Hier besanden sich Steinbrüche des syenitischen Steins (Syenit), eines rosenroten oder rotbraunen Granites, aus dem Obelisken, Pylonen und Tempel auch in Unterägypten verfertigt wurden. Dann war die Stadt den Alten wichtig, weil sie glaubten, sie liege unter dem Wendekreise des Krebses, sie liegt aber davon etwas nördlich. Von dem alten Syene sind in Assuan nur wenige Reste vorhanden (Tempelruinen, Inschriften und dergleichen). Aber immer noch ist die Stadt, jetzt 14000 Einwohner, mit ihren Dattelhainen in der Umgebung der wichtige Endpunkt Ägyptens, und seit 1902 durch das mit einem Aufwand von 61 Mill. Mark hergestellte riesige Nil-Stauwerk von neuer Bedeutung.
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