Sukkoth benoth
Sukkoth benoth (mit der Variante Sukkothbenîth) war nach 2 Kö. 17,30 die Hauptgottheit der nach Samaria verpslanzten Bewohner Babels, wie Nergal die der Kuthäer. Da sonst nur Marduk und seine Gemahlin Zarpanit, höchstens noch Marduks Sohn Nebo, für Babel in Betracht kämen, so könnte etwa noch ein Symbol dieser Götter, vielleicht ein Stern oder ein besonders heiliges Kultgerät, gemeint sein, oder aber es ist der Name fehlerhaft überliefert. Auch an eine andere Abtrennung, etwa Sak we-Tab-nit wäre zu denken; Sak ist tatsächlich ein Beiname des Marduk von Babel, der aber wohl Rêschu das heißt Kops. Haupt, Fürst, ausgesprochen wurde, und Tabnît Bild (eigtl. „Erzeugung”) wäre dann ein Beiname seiner Gemahlin, die statt Zarpanît die „Silberglänzende“ tatsächlich gelegentlich auch Zera-banîtu „den Samen erzeugende“ genannt wurde. Ist aber der Ausdruck so, wie er vokalisiert, und abgetrennt ist, richtig überliesert, in welchem Fall eine Übersetzung „die Hütten oder Lauben (sukkah heißt auch Tabernakel) der Töchter“ die einzig mögliche wäre, so wäre Außer der Analogie non 2 Kö. 23,7, wo von gewirkten oder gewobenen Häusern der Göttin Aschera die Rede ist, besonders noch der Gestirnname „Töchter“ (des Wagensterns, s. d. Art. Sterne) heranzuziehen, zumal in den babylonischen Hemerologien für den 10. und 25. Tag ein Opfer vor dem Wagenstern als dem Gestirn der „Herrin don Babel“ ausdrücklich bezeugt ist: da beim 10. Tag diese Göttin unter ihrem Beinamen Belit-ekur auch noch mit ihrem Sohn Nebo als dem Richtergott (Di-kud oder besser Sa-kud) verbunden erscheint, so könnte man sogar an einen Ausdruck Sakud-Banâti (der Gott Nebo des Töchter-sterns) als Vorlage von Suktoth-benoth denken, wogegen nur spricht, daß dieser Beiname in den Inschriften als solcher noch nicht belegt ist.