Strick
Strick dient zum Binden, Ri. 15,13; 16,11 f.; Hes. 3,25, zum Ziehen, Jes. 5,18 und namentlich zum Legen von Schlingen für Wild und Vögel, Spr. 7,23; Pr. 9,12. An den letztern Gebrauch knüpfen die zahlreichen Stellen an, in denen Strick bildlich gebraucht wird für eine Gefahr, die dem Menschen ohne sein Wissen droht oder ihn unvermutet und plötzlich überfällt: der Tod. Ps. 18,6; Pr. 9,12; göttliche Gerichte, Hi. 22,10; 18,8 ff.; Spr. 5,22; Jes. 24,17; Jer. 48,43 f.; böse Anschläge von Feinden, Ps. 119,110; 104,6; 141,9: Anlaß oder Verführung zur Sünde, 5 Mo. 7,16; Jos. 23,13; Spr. 20,25; 1 Tim. 3,7; 6,9; 2 Tim. 2,26. Strick auch Ärgernis, Fallstrick, Netz.
Von einzelnen Stellen sind zu nennen: 2 Sa. 17,13, wo Husai prahlt, wie leicht eine von David besetzte Stadt erobert werden könnte; 1 Kor. 7,35: Paulus will den Korinthern mit seinen Ratschlägen über Ehe u. Ehelosigkeit keinen Strick an den Hals werfen, das heißt seine eigene Meinung ihnen nicht gegen ihre Überzeugung aufdrängen.