Strauß
Strauß. Dieser Riese unter den Vögeln lebt in den Sandwüsten Afrikas und des südwestlichen Asiens. Sein Gefieder wird Hi. 39,13 dem des Storchs verglichen: es ist weiß, die Flügel schwarz. Kopf und Hals erinnern an die Gans. Die starken Beine erreichen an dem halbnackten Oberschenkel beinahe die Dicke eines Mannsschenkels. Im Laufe, den er durch Schlagen mit den zum eigentlichen Fluge nicht tauglichen Flügeln fördert, tut er es dem schnellsten Rosse zuvor, V. 18. Über seine Lebensweise machen die Naturkundigen zum Teil widersprechende Angaben. Daß er gar nicht selber brütet, die Jungen vielmehr nur durch die Sonnenhitze ausgebracht werden, kann jedenfalls für Arabien und die umliegenden Gegenden nicht gelten, weil hier die Brutzeit mit der Regenzeit zusammenfällt. Wohl aber verläßt die Henne bei nahender Gefahr im Anfang des Brütens die in den Sand gelegten Eier, V. 14-16, während sie später auf dem Neste sich töten läßt. Mit V. 17 stimmt das arabische Sprichwort: „dummer als ein Strauß“ Klgl. 4,3 ist seine Härte gegen seine Jungen hervorgehoben. Seine Stimme ist in der Gefahr ein klagendes, lautes Kreischen, Hi. 30,29; Mi. 1,8. Als Wüstenbewohner ist er Jes. 13,21; 34,13; Jer. 50,39 genannt. Sein Fleisch durfte von den Israeliten nicht gegessen werden, 3 Mo. 11,16; 5 Mo. 14,15, während es die Araber und Äthiopier gerne genießen.