Steinbock
Steinbock, hebr. ’akko, von Luther bald mit „Rehe“, Spr. 5,19, bald mit „Gemse“ (s. d.), Ps. 104,18, übersetzt. Die LXX und Vulg. übersetzen tragelaphus und elaphus. 5 Mo. 14,5 wird der Steinbock unter den Tieren genannt, die gegessen werden durften. Es wäre verwunderlich, wenn der in dem sinaitischen Gebirge heute noch allgemein verbreitete „Beden“, Capra sinaitica, nicht in der Bibel genannt wäre. Auf ihn, den sinaitischen Steinbock wird daher das Wort ’akko am richtigsten bezogen. Dafür spricht auch die Beschreibung seiner Lebensweise, Ps. 104,18; Hi. 39,1, denn er liebt die höchste Felsenhöhe und übertrifft jedes andere Tier in gewandtem, kühnem Springen und Klettern. Das stramme, starke Auftreten dieses Bocks gibt dem Dichter vielfach Anlaß, menschliche Schönheit ihm zu vergleichen. An schlankem Körperbau und Zierlichkeit übertrifft der Sinaibock den Alpensteinbock, Capra ibex, bei weitem.