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Stechen

Stechen.
1) Im eigentlichen Sinn
a) von Menschen = verwunden, töten, 4 Mo. 25,8; 1 Sa. 26,8; 2 Sa. 2,23. Verboten war dem Volk Israel das Stechen von Malen in die Haut als Trauerzeichen für Verstorbene, 3 Mo. 21,5; 5 Mo. 14,1; daß der heidnische Gebrauch trotzdem einriss, zeigt Jer. 16,6 u. 41,5.
 Joh. 19,37 und Offb. 1,7 will sagen: sie werden ihre Schuld erkennen.
b) Von Tieren, bes. Schlangen, Jer. 8,17; Am. 5,19; 9,3, die jedoch wieder Bild und Gleichnis für die Feinde Israels sind.
c) Von Dingen: von dem Dorn, der in des Trunkenen Hand sticht, als Bild für einen Spruch in des Narren Mund, Spr. 26,9: beide können nicht damit umgehen, ohne sich und andere zu verletzen; vom Gold, das einen besticht, Sir. 8,3; von der Sonne und vom Mond (s. d. Artt.), Ps. 121,6; Jes. 49,10; Jon. 4,8.
2) Bildlich, bes. von stechenden Zungen u. Stichetreden, die wie Schlangenbisse und Schwertstreiche wirken, Ps. 73,21; Spr. 12,18; Pr. 10,11; Sir. 27,28, dann von der Sünde überhaupt, Sir. 21,2. Hinsichtlich des Schlangenstichs in 1 Mo. 3,15 s. Ferse.
Pr. 10,8: wer den Zaun zerreißt, den wird eine Schlange s. -wer anderen schaden will, schadet sich selbst.
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