Stachel
Stachel. Den Ochsenstecken (s. Ackerbau) mußten die unterjochten Israeliten bei den Philistern wieder schärfen lassen, 1 Sa. 13,21. Das widerspenstige Tier treibt ihn sich nur tiefer ins Fleisch, Apg. 26,14 (siehe Löcken).
Stachel des Skorpions. Wie dieses Tier im Schwanz seine Waffe hat, so haben die heuschreckenartigen Wesen der Offenbarung Macht, die Menschen 5 Monate lang zu schädigen, Offb. 9,10. Hieher gehört wohl auch 1 Kor. 15,55. 56 „Tod wo ist dein Stachel? Der Stachel des Todes ist die Sünde.“ Der Stachel ist das, womit der Tod seine Siege gewinnt, wodurch er erst schmerzlich und tödlich wird, Röm. 5,12; 6,23. In der Auferstehung aber hat der Tod den Stachel verloren, er kann keinen mehr verwunden, Hos. 13,14.
Stachel parallel mit Dornen steht 4 Mo. 33,55; Jos. 23,13; Hes. 28,24, von den heidnischen Nachbarn, die Israel weh tun. Stachel u. Stricke, das heißt Schaden u. Gefahr, sind auf dem Weg der Verkehrten, daher ihr Umgang zu meiden (Spr. 22,5). Hi. 40,26 steht es von dem Haken, mit dem die Nilfischer das Maul der gefangenen Fische durchbohren, um sie angebunden an Binsenschnüren ins Wasser zu setzen, was man beim Leviathan wohlweislich unterlassen wird.