Smyrna
Smyrna, alte Stadt an der Westküste Kleinasiens, in der neutestamentlichen Zeit und jetzt die blühendste Stadt Kleinasiens. Es lag am Ausgang der ganz Kleinasien durchschneidenden Hauptstraße im Hintergrund des Busens, an der jonischen Küste der Landschaft Lydien. Die alte Stadt lag an der Nordseite dieser Bucht; die neue wurde von König Lysimachus, auf der Südseite derselben Bucht, gebaut, etwa eine Stunde südlich von dem alten Platz. Sie erlangte dank ihrer trefflichen Lage bald eine hohe Handelsblüte und wurde die erste Stadt Asiens, wie sie seitdem in Inschriften u. Münzen als „erste Asiens“ bezeichnet wird. Hier bestand nach Offb. 2,8 ff. eine Christengemeinde, die in Armut und Bedrängnis treu an ihrem Glauben hing. Unter Mark Aurel starb Polykarp von Smyrna den Märtyrertod. Bald darauf wurde sie durch ein Erdbeben schwer heimgesucht, aber von Mark Aurel wieder hergestellt. Auch von späteren Schlägen hat sie sich immer wieder erhoben. Noch 1402 wurde Smyrna von den Mongolen zerstört. Die heutige Stadt hat 225000 Einw., zur Hälfte Griechen, außerdem Katholiken, Armenier, Juden, nur 4500 Türken. Sie ist durch Eisenbahnen mit Manisa u. Aidin und mit dem Innern verbunden und treibt lebhaften Handel.