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Simeon

Bedeutung: „Erhörung“

1) der zweite Sohn Jakobs von der Lea (1 Mo. 29,33)

Er rächte mit Levi zusammen aufs leidenschaftlichste die Entehrung seiner Schwester an den Sichemiten (1 Mo. 34) und wurde deshalb wie jener durch das Wort seines Vaters gerichtet und zur Zerstreuung in Israel verurteilt (49,5-7); seine Söhne siehe 1 Mo. 46,10.

2) Dem Stamm Simeon

Bei der Wanderung sind zuerst 59 300 Mann (4 Mo. 1,23) zugezählt, aber bei der zweiten Musterung nur noch 22 200 (4 Mo. 26,12-14). Er muß somit unterdessen von besonderem Unglück betroffen worden sein, wahrscheinlich von Gerichten Gottes wegen starker Beteiligung an den Aufständen (vgl. 4 Mo. 25,14, wonach Simri ein Simeonite).
Bei der Einnahme des Landes schloß er sich, vielleicht in Anbetracht seiner Schwäche, an den starken Juda an (Ri. 1,3), in dessen Nähe, ja in dessen Mitte er wohnen sollte, so daß ihm in der Tat kein selbständiges Erbe zu teil wurde. Gemeinsam unterwarfen sie den Süden des Landes; die Grenzen wurden aber nicht scharf gezogen. Vielmehr erscheinen die in Jos. 19,1ff. genannten 17 Städte Simeons größtenteils auch als Besitztum Judas (Jos. 15,21-62). Wahrscheinlich wurde Simeon mehr und mehr vom Stamme Juda aufgesogen, daß er schon bei der Reichsspaltung nicht mehr in Betracht kam. Doch siehe noch über eine spätere Unternehmung der Simeonniter 1 Chr. 4,39-43.

3) Weitere Personen

Ein frommer Greis, der das Jesuskind bei der Darstellung im Tempel begrüßt (Luk. 2,25 ff.).
Vorfahre Christi (Luk. 3,30).
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