Sebulon
Sebulon („Wohnung“).
1) Sohn Jakobs und der Lea, 1 Mo. 30,20 f. Seine Söhne siehe 46,14. —
2) Der Stamm Sebulon zählte beim Wüstenzuge 57 400 bis 60 500 Mann (4 Mo. 1,31; 26,27). Er wohnte nördlich von Issachar vom westlichen Gestade des Galiläischen Sees bis zum Mittelländischen Meere hin, das er am Karmel erreichte (1 Mo. 49,13; Jos 19,10 ff.). Aus dem in Verbindung mit den Phönikiern an der See getriebenen Handel zog er wie Issachar Reichtum (5 Mo. 33,18 f.). Dabei ging es freilich nicht ohne Verschmelzung mit den Heiden ab (vgl. Ri. 1,30). Doch hat sich auch Sebulon zur Zeit Deboras und Gideons heldenmütig gegen sie geschlagen (Ri. 4,6. 10; 5,14; 6,35). Aus diesem Stamm war der Richter Elon der „Sebuloniter“ (12,11 f.). Zur Zeit Davids sandte Sebulon kräftigen Zuzug nach Hebron: 50 000 Krieger nach 1 Chr. 12 (Luther 13) 33, vgl. 40. Im übrigen gehörte dieser Strich des Landes, wie das spätere Galiläa überhaupt, zu den geschichtlich und theokratisch unbedeutendsten, vom Heidentum am meisten angesteckten Gegenden, sollte aber in der Endzeit um so herrlicher zu Ehren kommen nach Jes. 8,23. In der Tat umfaßte das kleine Gebiet Sebulon, falls man das Westufer des Galiläischen Sees hinzurechnet (was zweifelhaft), den gewöhnlichen Schauplatz des Lebens und Wirkens Jesu Christi.