Schwert
Schwert.
1) Im eigentlichen Sinn s. Waffen. „Die das Schwert führen“ sind die kriegstüchtige Mannschaft (Ri. 8,10; 20,2. 17. 25; 2 Sa. 24,9; 2 Kö. 3,26). Esau wird sich seines Schwert nähren (1 Mo. 27,40), das heißt durch Jagd- und Kriegsbeute. So steht nun
2) Schwert oft im Sinne von Krieg und dem, was der Krieg mit sich bringt, 2 Mo. 5,3 u. a. St., zum Beispiel durchs Schwert fallen = im Krieg umkommen, 4 Mo. 14,3; so ist Mt. 10,34; Röm. 8,35 Schwert = Kampf bis aufs Blut, namentlich Verfolgungsleiden. —
3) bezeichnet Schwert ein göttliches Strafgericht überhaupt. 3 Mo. 26,25 heißt die Pestilenz ein „Racheschwert“, ähnlich 1 Chr. 21,12 „das Schwert des Herrn“. Häufig ist das Schwert als göttliches Strafgericht neben Pestilenz, Hunger oder wilden Tieren genannt Jer. 21,9; 24,10; 27,8; Hes. 14,21. —
4) Röm. 13,4 bez. es die der Obrigkeit übertragene Vollmacht, den Missetäter an Leib und Seele zu strafen. —
5) bez. Schwert einen die Seele ins Innerste durchdringenden Schmerz, wie ihn Maria erleiden mußte, Luk. 2,35, wie ihn Verleumdungen und Lästerreden verursachen, Ps. 37,14 f.; 55,22 (ihre Zungen sind Schwerter), Spr. 12,18; 25,18; 30,14, oder den Schaden, den verführerische Worte, Spr. 5,4, oder Sünden überhaupt anrichten, Sir. 21,4-6. Das Schwert ist auch Bild der die Sünde strafenden, dadurch aber auch von der Sünde befreienden Tätigkeit Gottes, seines Knechtes, Jes. 49,2, des Menschensohnes, Offb. 1,16; 2,12. 16, seines Wortes, Hbr. 4,12. Als Schwert des Geistes sollen die Christen das Wort Gottes gebrauchen, um jeden Angriff des bösen Geistes abzuschlagen, Eph. 6,17, vgl. Mt. 4,4. 6. 7.