Schwarz
Schwarz.
1) Im eigentl. Sinn im Gegensatz zu der weißen Farbe, Mt. 5,36. Das Ebräische hat mehrere Ausdrücke, welche „schwarz, dunkel, grau, trüb“ usw. übersetzt werden können, zum Beispiel von den Wolken, 2 Sa. 22,12, von Blattern, 2 Mo. 9,9. 10, von der Farbe des von der Sonne verbrannten Angesichts (Hohel. 1,5 u. 6; V. 6 eigentlich: schwärzlich), oder wenn es infolge von Krankheit (Hi. 30,28 f.), von Elend (Klagel. 4,8), vor dem Zorn (Sir. 25,23) aller Frische, alles Glanzes entbehrt. —
2) Bildlich ist s. die Farbe des Bösen, vgl. „Finsternis“. Wsh. 17,7 heißt deshalb die Zauberei „s. Kunst“. Oder bezeichnet es das durch die Sünde herbeigeführte, Unheil dringende Gericht (die Sonne wird s., verliert ihren Schein, Offb. 6,12, vgl. Joel 2,2; das s. Pferd Offb. 6,5 bedeutet die Hungersnot). Bei den Sach. 6,2 genannten s. Pferden hat wohl die Farbe keine besondere Bedeutung.
— Schwarz war auch bei den Israeliten ohne Zweifel Trauerfarbe; denn der Sack, das grobe härene Trauergewand war nach Offb. 6,12 f., jedenfalls dunkelfarbig.