Zum Inhalt

Schnee

Schnee ist in ganz Palästina bekannt, wenn er auch nur im Gebirge für längere Zeit liegen bleibt. Von den Höhen des Hermon und Libanon, wo der Schnee 9 bis 10 Monate liegen bleibt, wurde (Spr 25,13) und wird heute noch der Schnee zur Kühlung der Getränke und zur Erquickung in der heißen Jahreszeit benutzt. Die Schneezeit (2Sam 23,20; 1Chr 11,22) ist nicht gleich Winterzeit, sondern die Zeit da ein starker Schnee gefallen ist.
Das glänzende Weiß des Schnees ist ein häufiges Bild der Reinheit (Ps 51,9; Jes 1,18; Klag 4,7), und lichten Helle (Mt 28,3; Mk 9,3; Offb 1,14; Dan 7,9), aber auch des Aussatzes, der plötzlich den Körper bedeckt, wie der Schnee das Feld (2Mo 4,6; 4Mo 12,10; 2Kö 5,27).
Wie Schnee im Sommer, so schickt sich für den Toren Ehre nicht (Spr 26,1).
In Hi 9,30 erscheint das Schneewasser als besseres Reinigungsmittel, während in Hi 24,19 das von der Hitze rasch aufgesogene Schneewasser Bild des raschen Untergangs der Bösen ist. Ähnlich hat Luther Jer 18,14 aufgefaßt, es heißt dort aber vielmehr: „Läßt auch vom Felsengebirge der Libanonschnee?“ nämlich: dies ist unmöglich, aber etwas Unnatürlicheres hat die Jungfrau Israel getan, indem sie ihres Gottes vergaß.
Zur Übersicht