Schlaf
Schlaf, schlafen, Schlummer, schlummern.
1) Im eigentlichen Sinn erquickende, sorglose Ruhe, 2 Sa. 12,3 u. a. Mangel oder Störung des Schlafs, 1 Mo. 31,40; Esth. 6,1; Pr. 5,11; 8,16; Dan. 6,19. (Spr. 4,16 von solchen, die sich selbst den Schlaf, schlafen, Schlummer, schlummern versagen, so lange sie ihre bösen Anschläge nicht ausgeführt haben.) Schlaf, schlafen, Schlummer, schlummern als Folge des Nachlassens, Ermüdens der geistigen Tätigkeit, Jon. 1,5; Mt. 26,40. 43. 45. (Mk. 14,37. 40. 41; Luk. 22,45) Luk. 9,32; Apg. 20,9. Schlaf, schlafen, Schlummer, schlummern mit Schrecken und Angst verbunden, 1 Mo. 15,12; als Zustand, der Träume mit sich bringt, und deshalb auch für besondere Gottesoffenbarungen Raum gibt, 1 Mo. 28,11. 16; Hi. 4,13; 33,15; Dan. 2,29; Mt. 1,24, aber auch als ein solcher, der einer im wachen Zustande zu empfangenden Gottesoffenbarung vorausgeht, so Jer. 31,26; Sach. 4,1. Schlaf als ein Zustand, der den Schlafenden dem Tun anderer preisgibt, Ri. 16,14. 19. 20, so wird der Schlaf von Gott verhängt über Adam zum Zweck der Erschaffung des Weibes, 1 Mo. 2,21, über Saul und sein Heer, um Davids Wagestück zu ermöglichen, 1 Sa. 26,7. 12. Oder als Zustand, der wenigstens ein Tun anderer wider den Willen des Schlafenden möglich macht, 1 Kö. 3,20; Mt. 28,13; Mt. 13,25, oder der den Menschen selbst unbewußt und wider Willen etwas tun läßt, 1 Kö. 3,19. —
2) Bildlich für die schnell vergehende Lebenszeit, Ps. 90,5; die Verblendung, Jes. 29,10; für sträfliche Untätigkeit und Gleichgültigkeit, Spr. 6,4. 9. 10; 10,5; 19,15; 20,13; 24,33, von trägen Wächtern, Jes. 56,10, wogegen die Feinde Israels nicht schlafen, Jes. 5,27, auch für scheinbare Untätigkeit und Gleichgültigkeit Gottes, wenn er mit seiner Hilfe verzieht, Ps. 44,24; 78,65; während in Wirklichkeit Gott nie schläft, Ps. 121,3. 4; ferner spottend von der Untätigkeit eines falschen Gottes, 1 Kö. 18,27. Auch von Plagen oder Gerichten, welche nicht schlafen, das heißt nicht verziehen oder ausbleiben, Hi. 30,17; 2 Petr. 2,3. Öfter wird der Zustand der Verstorbenen mit dem Schlaf, schlafen, Schlummer, schlummern verglichen, 5 Mo. 31,16; 2 Sa. 7,12; Hi. 3,13; 14,12; Ps. 76,7; Jer. 51,39. 57; Dan. 12,2; Na. 3,18 (vergl. auch Jes. 57,2). Daher auch das Sterben öfter Entschlafen genannt wird, zum Beispiel Ps. 13,4; 76,6. Im Neuen Testament wird Schlaf, schlafen, Schlummer, schlummern gebraucht für den Todeszustand besonders der Gläubigen, bei denen der Tod kein Tod im vollen Sinn mehr ist, Mt. 9,24 (Mk. 5,39; Luk. 8,52); Joh. 11,11 (vgl. 1 Kor. 15,55), auch 1 Kor. 11,30. Schlummern Apg. 28,27 als Bild der Verblendung.