Schild
Schild.
1) Verteidigungswaffe im Krieg, siehe Waffen. —
2) Bildlich
a. von Gott. Gott wird als Kriegsmann (2 Mo. 15,3) gedacht, der den Schild ergreift und seine (Wsh. 5,20) und des Frommen Feinde bestreitet (Ps. 35,2). Ja er ist selber der Schild, das heißt der den Feinden unnahbare Schutz, der die feindlichen Hiebe pariert und den Angegriffenen wie ein Schirmdach deckt. Schon für Abraham war er Schild und Lohn (1 Mo. 15,1), für Israel Schild und Schwert (5 Mo. 33,29), für David Schild und Horn (Ps. 18,3), für den Korahiten Sonne und Schild (Ps. 84,10. 12), vgl. noch Ps. 3,4; 28,7; 33,20; 59,12; 115,9. 11; Spr. 30,5. Auch Eigenschaften Gottes werden Schild genannt. So ist die Wahrheit Gottes unüberwindlicher Schutz in Kriegs- und Pestzeiten (Ps. 91,4), und Gottes Gnade umgibt wie ein Schild (Ps. 5,13).
b. Vom Glauben, Eph. 6,16. Der Schild kann ja nur denen dienen, die sich hinter ihm bergen. Wenn nun Einflüsse der bösen Geister pfeilschnell und zündend ins Herz fallen, soll der Glaube die Allmacht Gottes ergreifen und sagen: Ich bin dennoch Gottes, und Gott ist mein Gott.
c. Von der Obrigkeit, der Stellvertreterin Gottes, die ihre Völker wider Gewalt und Unrecht schützt. Nach Ps. 47,10 gehen die Schirmherrn der Erde in den Verband des Volkes Abrahams ein und ziehen die von ihnen beschirmten Völker in den Segen Abrahams hinein. Ps. 89,19: Unser Schild, unser König ist des Herrn, der Davids Thron nicht zur Beute der Weltmacht werden läßt.