Säugling
Säugling. Da die Entwöhnung bei den Israeliten erst spät geschah (vgl. 1 Sa. 1,22-24), so sind hierunter auch noch Kinder von einem oder einigen Jahren, die schon reden können, begriffen. Tötung der Säugling ist ein Zeichen von der Strenge göttlichen Gerichtes, 5 Mo. 32,25; 1 Sa. 15,3; Jer. 44,7, oder der Härte menschlicher Gerichtsvollziehung, 1 Sa. 22,19, Verschmachten der Säugling ein Zeichen von großer Not und Mangel, Klagel. 2,11; 4,4, Spielen des Säuglings am Loch der Otter ein Bild herrschender Sicherheit und völligen Friedens, Jes. 11,8. Vor Gott hat auch das Flehen der Säugling in der Not, Joel 2,16, und überhaupt das Gebet, besonders das Lob aus dem Munde der Säugling, in welchem sogar eine gegen Feinde wirksame Macht liegt, Ps. 8,3; Mt. 21,16, einen nicht geringen Wert. Neben den Säuglingen werden übrigens in den meisten dieser Stellen auch größere Kinder mit der Bezeichnung: „Kinder, Unmündige, Entwöhnte“ genannt.