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sättigen

Satt, sättigen, an irdischen Gütern, 1 Sa. 2,5; Ps. 91,16; Spr. 5,10; Pr. 5,9; Mk. 7,27, auch an fleischl. Lüsten Hes. 16,28; dann aber an geistigen, Spr. 5,19; 18,20, und geistlichen Gütern, Ps. 17,15; 22,27; 107,9; Spr. 13,25; 19,23; Jer. 31,25; Mt. 5,6; Luk. 6,21. Übersättigung zieht leicht Übermut nach sich, wie im Leiblichen, 5 Mo. 32,15; Neh. 9,25; so im Geistlichen, Spr. 30,9; Hos. 13,6. Namentlich führt die Gier nach zeitlichen Gütern in die Unersättlichkeit hinein, Pr. 1,8; Jes. 56,11 und hindert die Stillung des Seelenhungers, Hes. 7,19, während dem, der wahren Hunger und Durst nach Gerechtigkeit hat, wirkliche Sättigung, Jes. 58,10. 11; Mt. 5,6, bei Mangel an zeitlichen Gütern Befriedigung der Seele verheißen ist, Luk. 6,21, vgl. Joh. 4,13. 14. Aber wer den Hunger nach Geistesgütern nicht bei Jesu stillt, der bleibt in bitterstem Mangel, wenn er sich auch noch so stark einredet, geistig und geistlich reich und s. zu sein, 1 Kor. 4,8; Offb. 3,17, vgl. Hos. 12,9; Mt. 19,20.
In bes. Sinn redet die Schrift von einem Sättigen der Menschen mit Übeln, wenn über sie das Vollmaß der verdienten Strafen kommt, Klagel. 3,15; Hes. 16,42; Hab. 2,16.
Weiter ist s. sein so viel als Überdruß, Ekel an etwas haben, sei es, weil es einem zu viel oder nicht befriedigender Art ist, zum Beispiel lebenssatt sein, 1 Mo. 25,8; 35,29; 1 Chr. 23,1; 2 Chr. 24,15, wobei es freilich ein großer Unterschied ist, ob einer lebenssatt ist, weil er seine Wünsche unerfüllt sieht, oder weil das Heimweh seiner Seele auf das ewige Leben geht.
Von Gott heißt es, er sei s., überdrüssig der Brandopfer, weil das Herz der Opfernden ferne von ihm war, Jes. 1,11.
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