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Sänfte

Sänfte. Hohel. 3,9, nach V. 10, wenn Luthers Übers. richtig ist, mit einer Decke, also eine Art Baldachin. Auch V. 7 (Luther: Bette) ist wohl ein Tragbett, eine Sänfte zu verstehen. Daß der Gebrauch von Sänften, mit welchen zum Beispiel in Rom ein ungeheurer Luxus getrieben wurde, bei den Israeliten jedenfalls sich fand, geht aus 5 Mo. 28,56 hervor, wo von einer vornehmen Dame die Rede ist, die nie „versucht hat, ihre Fußsohlen auf die Erde zu setzen“. 2 Makk. 9,8 kommt Sänfte als zum Forttragen eines Verwundeten gebraucht vor.
 Jes. 66,20 sind nach Luther gleichfalls Sänften gemeint; andere denken hier an niedrige bedeckte Wagen, wie 4 Mo. 7,3, wo im Hebr. derselbe Ausdruck steht (Luther: bedeckte Wagen).
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