Sack
Sack.
1) Für Getreide in der Geschichte von Jakobs Söhnen, 1 Mo. 42-44, für Brot, Jos. 9,4; 1 Sa. 9,7, für Gewichtsteine, 5 Mo. 25,13; Spr. 16,11 (die in einem Beutel getragen wurden), Hirtentasche, 1 Sa. 17,40 (das: und in den Sack „nämlich“ in den Sack), allgemeiner 3 Mo. 11,32. Bildlich Ps. 56,9 in der Bitte: fasse meine Tränen in deinen Sack (Schlauch), d.h. gedenke ihrer. —
2) Trauerkleid, aus grobem Zeug, wie er sonst zu Säcken gebraucht wird (Abb. 294), bei der Trauer um einen Toten, 1 Mo. 37,34; 2 Sa. 3,31; Jer. 6,26; Joel 1,8 (vgl. auch 2 Sa. 21,10, wo unbegrabene Leichname mit dem Trauerkleid bedeckt werden), überhaupt in Zeiten des Leidens u. Unglücks, 2 Kö. 6,30; Esth. 4,1. 2. 3. 4; Hi. 16,15; Ps. 30,12; 35,13 (aus Mitleiden), Jes. 20,2; Klagel. 2,10, weshalb die Propheten öfter allgemeines Tragen von Trauerkleidern als Zeichen eines Landesunglücks teils dem Gottevolk, Jes. 22,12; Jer. 4,8; Hes. 7,18; Am. 8,10; Jes. 3,24 (für die Frauen), Joel 1,13 (für die Priester), teils heidnischen Völkern, Jes. 15,3; Jer. 48,37; 49,3, ankündigen. Weiter aber auch als Zeichen der Demütigung teils vor Menschen, um ihre Gunst zu erlangen, 1 Kö. 20,31. 32, teils besond. vor Gott, als Zeichen der Buße, 1 Kö. 21,27; 2 Kö. 19,1. 2; Neh. 9,1; Jes. 37,1. 2; Dan. 9,3; Jon. 3,5. 6. 8; Mt. 11,21; Luk. 10,13; oder der Kasteiung u. Selbstverleugnung, Ps. 69,12; Jes. 58,5; Offb. 11,3 (vgl. auch die Kleidung des Täufers). Bildlich wird die Verdunklung des Himmels oder der Sonne in Unglückszeiten, Jes. 50,3; Offb. 6,12, mit Bedeckung durch ein Trauerkleid verglichen, s. auch Trauer, Asche.