Zum Inhalt

Saal

Saal, bei Luther s. v. a. Obergemach auf dem platten Dach (s. d. Art. Haus), Söller, so Mk. 14,15; Luk. 22,12; ferner 2 Sa. 19,1 (über der Torhalle); 1 Sa. 9,22 (Speisesaal); 2 Kö. 1,2 (s. d. Art. Gitter); 23,12. In Ri. 3,23 ist ein aus einer vorgebauten Säulenhalle bestehender Vorsaal gemeint, ebenso wohl auch 2 Makk. 4,46; dagegen der Speisesaal im Königspalast Dan. 5,5. 10; Esth. 7,8.
 Apg. 20,8 f. sehen wir jenes Obergemach auf dem Dach zu Versammlungen der Christen benützt. Wie nun das morgenländische Haus seine Gesellschaftssäle oben hatte, so das antike römische Haus, das in Pompeji noch offen liegt, unten, parterre. Und in diesen, bei den Reichen häufig opulenten, säulenumgebenen und dadurch mehrschiffigen, oft mit rundem Abschluß versehenen Prachtsälen des römischen Privathauses versammelten sich die Christen immer mehr, je mehr reichere Häuser außerhalb Jerusalems sich ihnen auftaten. So wuchs aus der Grundform der römischen Privatbasiliken, wie man sie heißt, der Grundriß der ersten christl.Kirchen, der mehrschiffigen, mit halbrunder Apsis abgeschlossenen „Basiliken“ hervor.
Zur Übersicht