Zum Inhalt

Richtig

Richtig.
1) Wörtl.: die richtige = gerade Gasse, Apg. 9,11 (s. Damaskus). Esra erflehte für die heimkehrenden Exulanten einen r. Weg (Esra 8,21). —
2) Bildlich. Die Gebote Gottes sind r. (Ps 19,9), weil sie von dem geraden, schlechthin guten Willen Gottes ausgehen und auf geradem Wege in rechtem Geleise bleiben, daher dem sensus communis entsprechen (Spr. 8,9). Samuel will nicht aushören, das Volk den guten und r. Weg zu lehren (1 Sa. 12,23). Der Geist Gottes (Ps. 143,10; 27,11) und seine Weisheit machen Herz (1 Kö. 3,6) und Tun r. (Wsh. 9,17. 18; Jes. 26,7), daß die Augenlider r. vor sich hinsehen und in Einfalt vor den Extremen sich hüten (Spr. 4,25). Die diesen gerade vorliegenden Weg erwählt und gewandelt haben, kommen zum Frieden (Jes. 57,2). Hingegen die Torheit und Gottlosigkeit führt von dem r. Weg ab (Spr. 9,15; 2 Petr. 2,15). Auch im messianischen Reich, im r. Lande, in dem das Szepter des messianischen Königs ein r. Szepter ist (Hbr. 1,8), tun die Gottlosen nur Übles, indem sie die auch ihnen angebotene Gnade auf Mutwillen ziehen (Jes. 26,10). Der Täufer soll die Steige des messianischen Königs r. machen (Mt. 3,3); denn das Evangelium von diesem Reich kann ohne Buße nicht fruchtbarlich aufgenommen werden. Petrus in Antiochien wandelt nicht r. nach der Wahrheit des Evangeliums (Ga 2,14), nicht nach der Regel (Gal. 6,16).
Zur Übersicht