Ribla
Ribla (Riblah), meist mit dem Beisatz „im Lande Hamath“, eine Stadt im obern Orontestal, östlich von dem Flusse. Sie hat sich erhalten als ein kleines, unansehnliches Dorf Rable, ca. 10-12 St. südwestlich von Höms (Emesa), ca. 14 St. nördlich von Vaalbek, im nördlichen Teil der Bekaa, die hier mindestens 4 St. breit ist. Der Ort ist auf allen Seiten von sehr fruchtbaren Ebenen umgeben und durch seine weiten Grasgefilde zu einem Lagerort für Reiterscharen wohl geeignet. Dazu war die Stadt militärisch wichtig gelegen, das natürliche Hauptquartier der Eroberer, denen von hier aus die bequemsten Straßen nach Süden oder westwärts die Küstenstraße nach Phönikien, ostwärts der Weg zum Euphrat offen standen. Hier lagerte denn auch Necho nach dem Siege bei Megiddo, hier entsetzte er den Nachfolger Josias, Joahas, 2 Kö. 23,33; hier wurde nach der Zerstörung Jerusalems der letzte König Zedekia geblendet und die Fürsten Judas hingerichtet, 2 Kö. 25,6. 7. 18-21; Jer. 39,5-7; Jer. 52,9. 10. 24-27.
Auch 4 Mo. 34,11 wird ein Ribla morgenwärts von Ain genannt, es kann aber nicht das besprochene Ribla sein. Nach der Stelle dieses Ribla in der Ostgrenze Kanaans ist es südlicher zu suchen. Sicher läßt sich’s aber bei der Unbestimmtheit des „Ain“ (= Quelle), bei dem man an eine Jordanquelle gedacht hat, nicht nachweisen.