Rechnung
Rechenschaft, Rechnung, Rede u. Antwort über das Was und Warum? einer Handlung (Luther 1 Pe. 3,15 Verantwortung). So unrecht es ist, von Gott Rechenschaft zu fordern, Hi. 33,13, und so sündhaft es ist, wenn das Geschöpf mit dem Schöpfer hadert, Jes. 45,9, und das Werk zum Meister spricht: warum machst du mich also? Röm. 9,20, so berechtigt ist es, daß Gott Rechenschaft, Rechnung von den Menschen fordert. Denn er ist unser König, wir seine Knechte, Mt. 18,23; Luk. 16,1; 17,7 ff., er unser Schuldherr, wir seine Schuldner, Mt. 18,24 ff.; 25,19, er unser Richter, wir die vor’s Gericht Geladenen, Mt. 25,32. Diese Rechenschaft, Rechnung hat jeder einzelne für sich selber, Röm. 14,12, und diejenigen, welchen andere Seelen anvertraut sind, auch für andere zu geben, Hbr. 13,17, jeder von seinem Haushalter-beruf über das ihm Anvertraute, Luk. 16,6, und zwar sowohl die Gedanken, 1 Kor. 4,5, als Worte, Mt. 12,36, Werke, 2 Kor. 5,10. Einzelne Stunden der Abrechnung kommen schon im Erdenleben, Jes. 66,15. 16, die abschließende bis ins einzelnste gehende Abrechnung für alle Menschen aber bringt der jüngste Tag, Röm. 2,6 ff.; 2 Th. 1,8; 1 Pe. 4,5; 2 Petr. 3,7.
In menschlichen Verhältnissen steht Rechnung im Sinn von Rechenschaft über Einnahmen u. Ausgaben, Dan. 6,3; Sir. 41,24; sie kann und muß von den Verwaltern anvertrauter Güter verlangt werden, Luk. 16,2, es sei denn, daß sonderliches Vertrauen ausnahmsweise davon entbindet, wie 2 Kö. 12,16; 22,7.
Phi. 4,17 (wörtl.: ich suche die Frucht, die für eure Rechnung sich mehrt) sagt: je mehr tatkräftiger Glaube, desto größer eure Rechenschaft, Rechnung, eure Belohnung bei Gott.