Rebhuhn
Rebhuhn, Perdix cinerea, im Sächsischen „Röper“, der Rufer, ähnlich wie das hebr. kore, so genannt, weil eine Kette Hühner durch das Rufen eines alten Hahns zusammengehalten wird, findet sich von Norwegen bis Ägypten. Der Vogel ist ein schlechter Flieger, aber ein um so besserer Läufer. Besondere Arten bilden das Steinhuhn (Caccabis saxatilis) und das Wüstenhuhn (arab. kata, Abb. 287), die in den buschreichen Ebenen Judas, am Jordan und Toten Meer, besonders aber in der sinaitischen Wüste zu Hause sind und der Bevölkerung zur Nahrung dienen. Es ist möglich, daß darunter auch die Wachtel (Perdix coturnis) zu verstehen ist, welche beim Zug Israels durch die Wüste ein so wichtiges Nahrungsmittel war. Die Art, wie man das Rebhuhn zu jagen pslegte — man trieb sie so lange immer wieder auf, bis sie gänzlich ermattet waren und dann leicht niedergeschlagen und getötet werden konnten — nimmt David zu der Vergleichung mit seinem Verfolgungsschicksal, da man ihm auch gar keine Ruhe läßt, 1 Sa. 26,20. In Jer. 17,11 ist vielleicht auch das Rebhuhn gemeint, ebenso Sir. 11,31, da es als Lockvogel zur Jagd gebraucht wurde (wörtl.: „wie ein zur Jagd verwendbares Rebhuhn im Käfig“).