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Raubebald Eilebeute

Raubebald Eilebeute, Jes. 8,1-4. Kurzer, vielsagender Ausdruck für eine Weissagung, welche Jesaja in der Zeit des Juda unter Ahas hart bedrängenden syrisch-ephraimit. Krieges (7,1 f.) empfing, wörtlich: „es eilt Beute, schnell ist Raub“. Wer die Beute machen, und wem sie abgenommen werden wird, sagt die Deutung, V. 4, wornach sie eine den jetzt Juda plündernden Mächten Damaskus und Samaria durch Assyrien bevorstehende Beraubung verkündigen. Damit der ungläubige Ahas (vgl. 7,10-13) und das Volk von Juda, wenn dereinst die Ereignisse diese Worte erfüllt hätten, überführt wären, daß Gott wirklich diesen Ausgang zuvor bezeugt habe, muß der Prophet schon jetzt eine öffentliche Urkunde darüber ausstellen. Vor Zeugen soll er die Worte auf eine große Tafel schreiben „mit Menschengriffel“, das heißt mit einem Griffel, wie ihn die Menschen führen, in den allgemein üblichen, für jedermann lesbaren Schriftzeichen (vgl. einen ähnlichen Auftrag, Hab. 2,2). Als hernach dem Propheten ein Sohn geboren wird, muß er diesen auch Raubebald Eilebeute E. nennen, damit er „zum Zeichen und Wunder (eigentlich „Vorbild“) in Israel“ sei, 8,18; denn was sein Name sagt, soll eintreten, ehe der Knabe Vater und Mutter sagen kann. Die Weissagung erfüllte sich bald durch Tiglatpileser von Assyrien, der Damaskus eroberte und das Zehnstämmereich demütigte und schwächte.
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