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Rätsel

Rätsel. Aus Ri. 14,12 ff.; 1 Kö. 10,1 (vgl. Wsh. 8,8) sehen wir, daß die Israeliten wie die andern Orientalen es liebten und verstanden, Witz und Scharfsinn an Rätsel-reden zu üben. Die erstere Stelle zeigt zugleich, wie es dabei nicht nur für die Rätselaufgabe, sondern auch für die lösende Antwort auf eine sinnige Form ankam. Das hebräische Wort für Rätsel bedeutet „Verschlungenes“ und steht auch von der verwandten Gleichnisrede, Hes. 17,2, vom Reden über unbegreifliche Tatsachen, zum Beispiel über das Glück der Gottlosen, Ps. 49,5, oder über die wunderbaren Führungen Gottes, Ps. 78,2 (Luther: „Geschichten“); vom Lehrspruch, Spr. 1,6 (Luther: „Beispiele“), vom Sprichwort, Hab. 2,6, endlich auch von dem, was dunkel, der menschlichen Erkenntnis nicht ganz zugänglich ist, 4 Mo. 12,8, vgl. 1 Kor. 13,12 (Luther: dunkles Wort).
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