Rad
Rad. Des Narren Herz ist wie ein Rad am Wagen, also so unbeständig, veränderlich (Sir. 33,5). Ein weiser König bringt das Rad des Dreschwagens über die Gottlosen und worfelt sie (Spr. 20,26), das heißt er übt strenges Gericht. In Pr. 12,6 ist das Rad, das am Born zerbricht, das Herz. „Das rollende Rad des Werdens“, Jak. 3,6 (nach dem Grundtext, Luther: „all unsern Wandel“), das heißt das in beständigem, unruhigem Kreislauf sich befindende Werden und Geschehen im Menschenleben wird von der Zunge entzündet. Wie manches unbedachte, böse Wort hat schon in der Menschengeschichte im großen und kleinen die schlimmsten Folgen gehabt! Über die Rader bei Hesekiel vgl. Cherub. Wegen Rad in 2 Makk. 13,5 f. Todesstrafe.