Quellen
Quelle, Quellen.
1) Über Quelle, Quellen im gewöhnlichen Sinn s. Brunnen. —
2) Daß die für den Morgenländer so wichtige Quelle, Quellen, die das, was an ihr steht und wächst, befruchtet und belebt (vgl. 1 Mo. 49,22; Hi. 8,17), auch Bild für den Ursprung, die Betätigung und Erweisung geistlichen Lebens ist, ist leicht begreiflich. Gott der Herr selbst ist die „lebendige Quelle, Quellen“, das heißt die Quelle, Quellen alles Lebens, Ps. 36,10, die freilich von dem sündigen und törichten Volk Gottes oft verlassen wird, Jer. 2,13; 17,13; für den Menschen ist die „Furcht des Herrn eine Quelle, Quellen des Lebens“, Spr. 14,27, und da die Furcht des Herrn der Weisheit Anfang ist, ist auch „die Lehre des Weisen eine lebendige Quelle, Quellen“, Spr. 13,14, ja diese „Quelle, Quellen der Weisheit ist ein voller Strom“, 18,4. Das vollkommenere gibt freilich erst das Neue Testament, da das von Christo gespendete lebendige Wasser eine Quelle, Quellen wird, die in das ewige Leben quillt, Joh. 4,14.