quälen
Qual, quälen. Das griechische entsprechende Wort bedeutet ursprünglich Folterqualen, Mt. 18,34, also absichtsvoll bereitete Pein für den Übeltäter, steht dann in übertragenem Sinn von peinvollen Krankheiten (Mt. 4,24; 8,6), von dem durchdringenden Schmerz des Skorpionenstichs als Bild des ersten apokalyptischen Wehes (Offb. 9,5), vom Geburtsschmerz des Sonnenweibs (Offb. 12,2). Seelenqualen leidet der gerechte Lot über die bösen Dinge, die er sehen und hören muß (2 Petr. 2,8). Qualvoll ist das Welträtsel für den Erkenntnistrieb, Pr. 1,13. Qual, quälen bereiten die Gottlosen absichtsvoll den Frommen, Wsh. 2,19. Qual, quälen müssen sie selbst zur Strafe von Gott leiden, Wsh. 11,9. 13; Offb. 18,7. Insbesondere steht es von der höllischen Pein, Luk. 16,23. 28; Offb. 14,11; 20,10. Die unseligen Geister zittern schon, wenn sie diese Qual, quälen vorzeitig antreten zu müssen glauben, Mt. 8,29. Hingegen sind die Seelen der Gerechten in Gottes Hand und keine Qual, quälen rühret sie an, Wsh. 3,1.