Ptolemäus
Ptolemäus.
1) Von der ägyptischen Herrscherfamilie der Ptolemäer, welche durch Ptolemäus Lagi, den Feldherrn Alexanders d. Gr. (320-283), begründet wurde, kommen in den Apokryphen (zu Ptolemäus I. bis V. vgl. d. Art. Israel) folgende vor:
a. Ptolemäus VI. Philometor, 181-146; zuerst unter der Vormundschaft seiner Mutter Kleopatra, fiel später bei einem Einfall des syrischen Königs Antiochus IV. diesem in die Hände, weshalb sein Bruder Ptolemäus VII. Physkon den Thron bestieg. Später regierten beide Brüder eine Zeitlang gemeinsam, dann aber wurde das Reich geteilt, wobei Ptolemäus VI. Ägypten und Syrien behielt bis zu seinem Tod 146. Sein Eingreifen in die syrifchen Thronstreitigkeiten ist berichtet 1 Makk. 10,51 ff.; 11,3 ff., sein Tod 11,18. Er hat die Juden in Ägypten außerordentlich begünstigt; 2 Makk. 1,10 wird ein jüd. „Lehrer“ dieses Königs genannt.
b. Ptolemäus VII. Physkon, s. oben, Mitregent und Nachfolger seines Bruders bis 117. Er war ein schlechter Mensch und Regent, aber ein Freund der Künste und Förderer der Wissenschaften. Er ist 1 Makk. 15,16 und vielleicht auch 1 Makk. 1,19 genannt.
c. Die früheren Ptolemäer im Buch Daniel vgl. Art. Israel.
—
2) Auch sonst kommt der Name Ptolemäus mehrfach vor:
a. ein Ptolemäus, Sohn des Dorymenes, Feldherr des Antiochus IV., 1 Makk. 3,38; 2 Makk. 4,45 f.; 6,8; 8,8f.;
b. ein Ptolemäus Makron, 2 Makk. 10,12, den manche für denselben mit dem vorher genannten halten;
c. ein Ptolemäus, Sohn Abubs, 1 Makk. 16,11. 16;
d. endlich in „Stücke in Esther“ ein Ptolemäus, Vater des Lysimachus, und
e. ein Ptolemäus, Sohn des Dositheus.