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Pontus

Pontus heißt eine Apg. 2,9; 1 Pe. 1,1 genannte Landschaft im Norden Kleinasiens, im Süden des Schwarzen Meers (Pontus Euxinus), nach dem sie benannt ist. Man verstand ursprünglich den Küstenstrich vom Halys bis zum Phasis in Kolchis, gab dem Namen aber eine weitere Bedeutung, als in diesen Gegenden, deren streitbare Bewohner den Persern ziemlich zweifelhafte Untertanen gewesen waren, seit dem vierten Jahrhundert ein Reich erstand, das unter Mithradates VI. (121-63 v. Chr.) den Römern gefährlich wurde. Das Reich hieß eigentlich Reich von „Paphlagonien und Kappadokien am Pontus“ und dehnte sich zu beiden Seiten des Halys aus. Der Name wurde in Pontus abgekürzt, seit namentlich jener Mythradates fast das ganze Ufer des Pontus in seine Gewalt zu bringen wußte. Die Römer vereinigten den westlichen Teil über den Halys hinaus mit Bithynien zu einer Provinz Bithynia (et) Pontus; andere Teile wurden mit besonderen Namen teils zu Galatien, teils zu Kappadokien geschlagen. Im Neuen Testament ist der Ausdruck ganz allgemein gemeint.
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