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Pisidien

Pisidien, eine Landschaft im südwestlich. Kleinasien, nördlich von Pamphylien und Lykien, wesentlich eine Gebirgslandschaft des Taurus, „ein rauhes, wasserarmes, von zahllosen Felsbänken und Abstürzen des Kalkgebirges mit ihren eingeschlossenen Kesseltälern und kleinen Terrassen erfülltes Gebiet, überaus schwer zugänglich und um so leichter von den Besitzern zu verteidigen“ (Kiepert). Ein freies Volk mit eigener Sprache, die Pisider, dunkler, vielleicht semitischer Herkunft, saß hier und hielt sich in seinen Felsburgen und festen Städten meist unabhängig, bei den Nachbarn als wilde Räuber gefürchtet. Griech.-röm. Kultur ist übrigens auch hieher gedrungen, wie die vielen wohlerhaltenen Reste ihrer Städte mit Theatern, Tempeln, Grabmonumenten, Inschriften beweisen. Seit 102 v. Chr. war die Landschaft römisch u. war zu Pauli Zeit ein Teil der Provinz Galatien (früher von Cilicien). Paulus kam hieher auf der ersten Missionsreise (Apg. 13,14 ff.) in das eigentlich phrygische Antiochia.
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