Phönix
Phönix.
1) Nach einer Annahme kommt der bekannte sagenhafte Wundervogel Phönix auch an einer Stelle der Bibel vor. In Hi. 29,18 heißt es nach Luther: „ich gedachte, ich will in meinem Nest ersterben, und meiner Tage viel machen wie Sand“; das hebr. Wort chol (Sand) wird nun von anderen gelesen chul, und chul ist der Name des Phönix In der Tat paßt in den Zusammenhang, in welchem auch V. 19 wieder vom Baum und Zweigen die Rede ist, die Vergleichung mit dem unzählbaren Sand weniger gut, während die Anspielung auf den Phönix ganz dem Gedankengang entsprechen würde. Der Phönix baut sich, das ist die Sage, wenn er 500 Jahre gelebt hat, auf einem Baum ein Nest, in welchem er verbrennt, indem dasselbe von der Sonne in Flammen gesetzt wird, aber aus seiner Asche entsteht ein neuer Phönix — Nach Griechenland kam die Sage jedenfalls aus Ägypten, wo sie sehr alt ist. Nach einer alten jüdischen Fabel hat der Vogel Phönix die Unsterblichkeit, weil er im Paradies nicht, wie alle anderen Tiere, die von Eva angebotene verbotene Frucht annahm. Nach dem Talmud hat ihm Noah in der Arche Unsterblichkeit angewünscht. —
2) Apg. 27,12, guter Hafen an der Südküste von Kreta, jetzt Lutro.