Pelikan
Pelikan, Pelecanus onocrotalus, von Luther mit Rohrdommel übersetzt, auch Kropfgans genannt, hebr. ka’ath, „der Speier“, unter Berücksichtigung der Eigentümlichkeit dieses Vogels, die in seinem am Unterkiefer hängenden Kehlsack auf gespeich erten Fische wieder auszuspeien und damit die Jungen zu ätzen. Der Pelikan ist im ganzen Südosten Europas, Südasien und Nordafrika verbreitet. Seine Gefräßigkeit ist unglaublich. Sieht man ihm zu, wie die Jungen aus dem weit geöffneten Kehlsack wie aus einer Schüssel fressen, so erklärt sich die Sage, der Pelikan reiße sich die Brust auf, um die Jungen mit seinem Blute zu füttern; dadurch ist er den Alten ein Sinnbild mütterlicher Liebe geworden.
Außer den Stellen 3 Mo. 11,18 und 5 Mo. 14,17, wo er als unrein bezeichnet wird, ist vom Pelikan die Rede Zef. 2,14, als „wohnend auf den Türmen von Nineve“, so paßt es ganz zu dessen Gewohnheit, einen Ruheplatz auf hohen Bauten u. Bäumen zu suchen, vgl. Ps. 102,7; Jes. 34,11.