Pamphylien
Pamphylien, eine Landschaft im Süden Kleinasiens, westlich von Cilicien, östlich von dem vorspringenden Lycien, mit dem es (seit 43 n.Chr., definitiv unter Vespasian) zu einer Provinz vereinigt war. Es ist der etwa 18 Meilen lange, aber nur schmale Küstenstrich, der nur zum Teil in flachem Strand ans Meer herantritt, meist als niedrige, wasserarme Kalkebene sich darüber erhebt; nur an einzelnen Stellen an den Flüssen besonders fruchtbar. In diese schon Apg. 2,10 genannte Landschaft kam Paulus auf der ersten Missionsreise, Apg. 13,13 ff. Perge (s. d. Art.) wird auf der Hin- u. Rückreise, auf der letzteren auch Attalia (14,25) genannt. Auf dem Hinweg mag er, ohne an der Küste zu landen, gleich den Kastrosfluß nach Perge hinaufgefahren sein. Daß Paulus sich in Pamphylien nicht missionierend aufhielt, erklärt Ramsay mit einem Anfall von Malariafieber, das ihn in der heißen Küstenebene ergriffen und vor dem er sich in das hohe Antiochia geflüchtet habe; eine Vermutung, die freilich durch Gal. 4,13 nicht genügend begründet ist. Ein zweiter Hafen in Pamphylien war Side (s. d. Art.). Auf der Reise nach Rom fuhr Paulus an Pamphylien vorbei (27,5). Eine politische Bedeutung hat die kleine Landschaft nie gehabt.