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Palast

Palast, ein durch Größe und Pracht sich auszeichnendes Haus (über Bauart u. Einrichtung s. den Art. Haus), zum Beispiel die Wohnung des Hohepriesters, Mt. 26,58; Luk. 22,55, wo „mitten im Palast“ den vom Palast umschlossenen Hof bedeutet, oder eine königliche Burg, 1 Kö. 21,1; 2 Kö. 20,18, manchmal auch nur den innersten Teil derselben, 1 Kö. 16,18. Auch die Paläste werden von den göttl. Gerichten nicht verschont, Jer. 9,20, ja die Zerstörung derselben wird besonders als Strafe gedroht, zum Beispiel Jes. 13,22; Am. 1,7; 6,8, denn die Menge der Palast ist ein Zeichen von Üppigkeit im Volk. Ps. 144,12 ist Palast ein Bild stattlicher Schönheit. Ps. 73,4 lautet nach dem Grundtext: „gemästet ist ihr Bauch“. [An der Stelle Dan. 11,45 steht für Luthers „Palast“ das pers. Lehnwort appéden (auch babyl. appadannu, s. oben S. 61 im Art. Babel).]
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