Zum Inhalt

Ort

Ort. Gott, dessen Augen an allen Orten die Bösen und Frommen schauen (Spr. 15,3), hat Land u. Meer den Ort angewiesen (1 Mo. 1,9; Ps. 104,8, vgl. Hi. 9,6). Er hat aber eine besondere Gnadengegenwart an dem Ort, wo er seinen Namen offenbart (1 Mo. 28,16; 2 Mo. 20,24; 5 Mo. 12,5; Ps. 26,8). In der messianischen Zeit freilich soll an allen Ort der Name des Herrn herrlich werden (Mal. 1,11; Mk. 16,20). Der Königin Esther läßt ihr Oheim etwas geheimnisvoll sagen: Wenn nicht durch dich, so kommt Hilfe von einem andern Ort (Esth. 4,14); hier ist die Nennung des Namens Gottes absichtlich vermieden (s. Esther). Der dunkle, wüste Ort, an dem nach 2 Petr. 1,19 das prophetische Wort leuchtet, ist die Welt. Die unteren Örter der Erde, in die der Herr fuhr, beziehen sich auf die Höllenfahrt, und in der Hölle ist auch der Ort zu suchen, in den Judas hinging, Apg. 1,25.
Zur Übersicht