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On

On, ägypt. An-nu, griech. Heliopolis = Sonnenstadt (Jer. 43,13 die hebr. Form: Beth Semes, das heißt Sonnenhaus). Diese Stadt (etwas nördl. von Kairo, wo jetzt das Dorf El Matarijeh sich befindet) war ein Hauptsitz der Verehrung und des Dienstes des Sonnengottes Ra, dem hier ein großer Tempel geweiht war; vor demselben standen wohl in größerer Anzahl die von Jer. 43,13 genannten „Bildsäulen“, das heißt gewaltige Obelisken, von denen mehrere erhalten blieben und zum Teil in der letzten Zeit nach Europa gebracht worden sind. (Die „Nadel der Kleopatra“, die 22 m hoch ist, stand einst hier, jetzt in London; einer der ältesten, 20 m hoch, steht noch dort Abb. 267; derselbe ist jetzt etwa 4200 Jahre alt.) Der Dienst der Sonne in On war ein hochbedeutsamer, die Priesterschaft daselbst war sehr einflußreich. (Zu dieser Priesterschaft gehörte auch Potiphera, der Schwiegervater des Joseph, 1 Mo. 41,45. 50; 46,20.) Hes. 30,17 steht im Hebr. mit einer leichten Veränderung statt On: Aven (= Nichtigkeit), womit auf den Götzendienst strafend angespielt wird. (Siehe auch Ir-Heres.) — In der Nähe vom alten On wird der Platz gezeigt, da Joseph und Maria mit dem Jesuskind ausgeruht haben sollen.
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