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Omri

Omri (Luther: Amri), einer der kraftvollsten Regenten des Zehnstämmereichs, Gründer der Stadt Samaria. Die Nachfolger Jerobeams waren nach ganz kurzer Regierung durch Aufruhr und Mord aus dem Wege geräumt worden. Gegen Simri, den Mörder Elas, erhob sich dessen Feldhauptmann Omri, ward vom Heer zum König ausgerufen, belagerte Simri in der Residenz Thirza, und als dieser keinen Ausweg mehr sah, zündete er den Palast an und verbrannte sich mit demselben, 1 Kö. 16,16ff. Eine Minderheit des Volks stellte zwar in der Person Thibnis einen Gegenkönig auf, aber nach dessen baldigem Tode wurde Omri Alleinherrscher. Nach sechsjähr. Regierung in Thirza kaufte er von Semer einen Berg, baute darauf eine Stadt, nannte sie Samaria u. verlegte dahin seine Residenz. Während Omri im Kampf mit den Syrern wenig Glück hatte, sogar Benhadad I. die Anlegung eines syrischen Lagers in Samaria gestatten mußte, 1 Kö. 20,34, hat er die Moabiter gründlich gedemütigt und sie tributpflichtig gemacht (Mesastein). Erst unter Mesa gelang es ihnen, das israelitische Joch abzuwerfen, 2 Kö. 3,4 ff. Unter Omri wurden die Assyrer mit Israel bekannt, deshalb heißt bei ihnen das Nordreich Haus Omri. Er hat zwar keinen eigentlichen Götzendienst getrieben, wie sein Sohn Ahab, war aber doch der Urheber des in dieser Königsfamilie herrschenden gottwidrigen Sinnes, Mi. 6,16.
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