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Obst

Obst. Über die einzelnen Arten von Obst im h. Land siehe Art. Apfelbaum, Feige, Ölbaum, Weinstock usw. Daß man in Palästina den Obstbau wert hielt, zeigt die schöne Vorschrift 5 Mo. 20,19: man solle Bäume, von denen man essen kann, bei der Belagerung einer Stadt schonen, wogegen Bäume, von denen man nicht isset, zum „Bollwerk“ verwendet werden dürfen. Freilich ist aus 2 Kö. 3,25 zu schließen, daß dieses Gebot wohl manchfach nicht berücksichtigt wurde.
Eine andere Vorschrift ist 3 Mo. 19,23 ff.: man sollte mit den Früchten neugepflanzter Obstbäume in den ersten drei Jahren „tun als mit einer Vorhaut“, das heißt sie als ungenießbar wegwerfen und nicht essen. Die Früchte des 4. Jahres aber sollten „ein Preisopfer dem Herrn“ sein, also als Erstlingsgaben geweiht werden. Vom 5. Jahr an gehörten dann die Früchte dem Besitzer. 1 Makk. 10,29; 11,35 deutet darauf, daß später vom Obst überhaupt auch Abgaben gegeben werden mußten.
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